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WANDERN: KOHLHAUKUPPE Ein Geisinger Berg mit königlicher Geschichte In alten Unterlagen heißt der 786 Meter hohe Berg nur schlicht Kuppe oder Koppe. Bis zum Jahre 1889, als in Sachsen große Feierlichkeiten anlässlich der 800. Wiederkehr der kaiserlichen Belehnung des Hauses Wettin mit Meißen stattfanden. Die Kuppe in Geising/Erzgeb. wurde dabei mit dem Namen Wettinhöhe belehnt. |
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| Gleichzeitig krönte man den Berg mit einem 9 Meter hohen Aussichtsturm auf einem Bruchsteinsockel. Die Weihe des Turmes erfolgte am 16.6.1889, im gleichen Jahr wurde übrigens in Paris der Eiffelturm errichtet. Im Anschluss daran wurde eine Restauration eröffnet, "ein auf Pfeilern stehender laubenartiger Holzbau", eine Baude (von mittelhochdeutsch Buode für Bau oder Gebäude). Dieser Name stammt ursprünglich aus dem Riesengebirge und ist nur sehr vereinzelt noch, wie hier im östlichen Erzgebirge, in seinen angrenzenden Gebirgen zu finden. Die Nutzung der Baude wurde jährlich durch die Stadt Geising an Meistbietende versteigert. Es war nur im Sommer geöffnet, "Bewirtschaftung bei aufgezogener Flagge" und das auch nicht täglich. Während des 1.Weltkrieges kam die Bewirtschaftung des Berges völlig zum Erliegen. Später wurde ein massiver Neubau errichtet. Die Ausmaße entsprachen in etwa den heutigen. Die Baudenbewirtschaftung wurde auch nicht mehr jährlich, sondern grundsätzlich zur Pacht gegeben. Im Jahr 1933 wurde die Baude abgerissen. Nach dem 2.Weltkrieg wurde der Berg wieder einmal umbenannt und heißt seitdem Kohlhaukuppe. 1995 wurde dann der alte Turm abgerissen, nachdem er 106 Jahre lang stand. Eine neue Stahlkonstruktion wurde errichtet, die dem alten Turm äußerlich ähnlich ist. Ein Rundumblick vom Wettinturm zeigt uns zunächst die Berge unserer engeren Heimat auf ihrer Hochebene, den Kahleberg als höchste Erhebung zumindest auf deutscher Seite, den markanten Geisingberg, den Schönwalder Spitzberg (Sattelberg), den Mückenberg mit dem berühmten Mückentürm´l und den Vorderzinnwalder Kahler Berg im Böhmischen. Ferner nördlich hinaus die sächsische Landeshauptstadt Dresden, von da aus nach Osten hin Blick ins reiche Elbtal mit den Felsgipfeln von Lilienstein, Pfaffenstein mit Barbarine, Papststein und Zschirnstein. Weiter am Ende des Erzgebirgskammes die Böhmische Schweiz mit den Tyssaer Wänden vor dem mächtigen Felsplateau des Hohen Schneeberges. Bei gutem Wetter weiter hinaus Tannenberg, Lausche und Hochwald im Lausitzer Bergland bis zum Isergebirge. An klarenTagen erkennt man auch den Gipfel des 1010m hohen Jeschken von Reichenberg (Liberec) her über den Erzgebirgskamm. |
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| Wie kommt man vom Waldhotel am Aschergraben dorthin? Zu Fuß: Aufstieg über die Waldtreppe des Hotels bis zum Aschergraben. Dann links bis zur Geisingstraße. Dieser Straße talwärts etwa 50 Meter folgen und rechts zum Petzoldweg aufsteigen. Diesen rechts gehen, bis links der Wald endet. Sodann am Waldrand hoch bis zum Sonnenweg. Dort links bis zur Schutzhütte und rechts den Hinweisschildern zur Kohlhaukuppe folgen. (Länge des Weges: Ca. 3,7 Kilometer) Der Rückweg wie der Aufstieg, oder aber: Nach etwa 500 Metern dem Brunnenweg abwärts folgen bis zum Sportplatz und dort links den Talrandweg entlang bis zur ersten Brücke, dann links die Straße bis zum Hotel. (Länge des Weges: Ca. 2,6 Kilometer) Auto: Die Teplitzer Straße links einbiegen bis Geising. Am Abzweig Löwenhain rechts und an der ersten Kreuzung wieder rechts bis zum Parkplatz fahren (ca. 3 Kilometer). Dann zu Fuß weiter den Hinweisschildern folgen bis zur Bergbaude (etwa 1,7 Kilometer Weg). |
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