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1 UHRENMUSEUM GLASHÜTTE
Glashütte: Deutschlands Standort in der Uhrenfertigung

Seit 1845 gehen die Uhren in Glashütte anders: Aus einem nach dem Niedergang des Bergbaus verarmten Nest, weit ab von den Hauptadern des Verkehrs und in Sachsen und kaum bekannt, entsteht in der Mitte des 19. Jahrhunderts eines der bedeutendsten Zentren der Uhrmacherei in der Welt.
Die Entwicklung der Uhrenfertigung von der Gründung durch Ferdinand Adolph Lange im Jahre 1845 bis heute ist im Uhrenmuseum der Stadt Glashütte eindrucksvoll dokumentiert. Die Ausstellung zeigt viele bedeutende Zeugnisse der Uhrmacherkunst. Neben Gangmodellen, Marine-Chronometern und Pendeluhren, außergewöhnlichen Taschen- und Armbanduhren, werden auch historische Arbeitsplätze, Werkzeuge, Arbeitsmittel und eine Reihe weiterer feinmechanischer Erzeugnisse präsentiert.

1843 erließ die sächsische Landesregierung einen öffentlichen Aufruf, durch den bewährte Fachleute gesucht wurden, die bereit waren, in sächsischen Notstandsgebieten mit staatlicher Hilfe Industrien aufzubauen. Noch im gleichen Jahr meldete sich der Uhrmachermeister Ferdinand Adolph Lange aus Dresden mit dem Vorschlag, in Glashütte eine Uhrenindustrie aufzubauen. Am 7. Dezember 1845 begann F. A. Lange in der Mansarde eines Glashütter Wohnhauses sein Vorhaben zu verwirklichen.

Lange strebte nach einer Taschenuhr höchster Präzision. Einige seiner fähigsten Mitarbeiter ermutigte er, sich selbständig zu machen. So wurden neue Unternehmen gegründet, die die Glashütter Uhren- und feinmechanische Industrie weiter voranbrachten, so auch Moritz Großmann erwähnen.

Er siedelte sich 1854 als selbständiger Uhrenfabrikant in Glashütte an. Neben seinen handwerklichen Fähigkeiten und Fertigkeiten war er ein glänzender Theoretiker, der durch das Verfassen vieler Schriften auch international bekannt wurde. Den größten Verdienst erwarb sich aber Großmann durch die Gründung der "Deutschen Uhrmacherschule Glashütte". Am 1. Mai 1878 konnte die Schule als Lehranstalt des "Zentralverbandes der deutschen Uhrmacher" mit dem Unterricht beginnen.

Die ersten deutschen fabrikmäßig hergestellten Rechenmaschinen kamen aus Glashütte. Die von den Ingenieuren Dietzschold und Burkhardt 1877/78 gebauten ersten Muster wurden später durch solche Firmen, wie "A. Burkhardt","Saxonia" und"Archimedes" weiterentwickelt und zur Perfektion gebracht.

Heute existieren in Glashütte wieder mehrere Uhrenfirmen, welche die Tradition einer über 150-jährigen Uhrenfertigung fortsetzen und Glashütte als Deutschlands einzigen Standort hochfeiner, nobler mechanischer Armbanduhren in aller Welt wieder bekannt machen. Der Name Glashütte spricht für höchste Präzision bei den bestehenden und wieder gegründeten Uhren- und feinmechanischen Betrieben, der seit Jahrzehnten existierenden klein- und mittelständischen Industrie und allen anderen Gewerbetreibenden.
1 ÖFFNUNGSZEITEN:
Dienstag - Freitag
10.00 - 12.00 u. 13.00 - 16.00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertags
10.00 - 16.30 Uhr
Montag geschlossen

(Eingang über Emil-Lange-Straße)
   
Adresse:
Hauptstraße 42
01768 Glashütte
Tel.: 035053-46281

www.uhrenmuseum-glashütte.de
     
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